RZ-Bericht / Kreisliga A Westerwald/Wied

Petker bringt die SG auf den Weg

Dreifacher Vorbereiter bei St. Katharinens 3:1 gegen Heimbach-Weis

Vettelschoß. Die SG St. Katharinen/Vettelschoß hat wieder Blickkontakt zum rettenden Ufer. Der 3:1 (1:1)-Erfolg gegen den SSV Heimbach-Weis bringt den Kombinierten drei wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt in der Kreisliga A. Alles andere als dieser Sieg wäre aber auch schon äußerst fatal gewesen. Mal ehrlich, wer will schon gleich wieder absteigen, wenn er gerade in eine höhere Spielklasse aufgestiegen ist? Die Vereinigten aus St. Katharinen und Vettelschoß scheinen diesen Weg noch lange nicht eingeschlagen zu haben. „Die Stimmung in der Mannschaft ist trotzt der momentan schwierigen Situation hervorragend“, hält das Trainerduo Michael Dasbach und Dirk Schommers schon vor dem Anpfiff große Stücke auf ihr Team. Aber der Gast aus Heimbach-Weis konnte personell nicht aus dem Vollen schöpfen. Auch hier fehlen seit mehreren Wochen eine stattliche Anzahl Stammakteure, was Coach Carsten Keuler die Benennung einer ersten Formation nicht gerade einfach macht. Aber der Sieg in der Vorwoche gegen die SG Feldkirchen (3:0) sollte eine Menge Adrenalin freigesetzt haben. So jedenfalls hätten es sich die „Hartplatzkicker“ gewünscht.
Vielleicht nahmen sie den weiten Abwehrschlag der SG aus deren eigener Hälfte nach acht Minuten nicht so recht ernst. Jedenfalls begleiteten sie den Ball, der bei Stanislav Petker gelandet war, nur. Petker sah seinen Mitspieler Marcel Fellmann in allerbester Position. Der ließ sich die Möglichkeit nicht entgehen und knallte das Runde mitten ins Herz des SSV zum 1:0 für die SG. Es entwickelte sich eine recht zerfahrene Begegnung, in der es wenige sichere Ballstafetten gab. Die Angst vor Fehlern hatte sicherlich ihren Anteil daran. Zaghaft kam der SSV vor das Tor der Gastgeber und hatte nach einem Freistoß von Christopher Eul durch einen Kopfball des aufgerückten Kapitäns Steven Reddmann eine Halbchance. Auf der Gegenseite hatte die SG Pech, als 1:0-Torschütze Fellmann fast von der Torauslinie den Pfosten traf.
Nach einer guten halben Stunde war mehr Druck in den Heimbacher Offensivbemühungen. Es wurde kurzzeitig turbulent im Strafraum der Heimelf. Im allgemeinen Durcheinander sprang der Ball dem bedauernswerten Julian Hüngsberg unglücklich an die Hand, und Schiedsrichter Hüseyin Öksüz hatte keine andere Wahl, als auf den Punkt zu zeigen. Reddmann übernahm die Verantwortung und konnte sich nach der sicheren Verwandlung des Elfmeters zum 1:1 feiern lassen.

Nach der Pause schienen beide Mannschaften sich vorerst mit dem Erreichten zufriedengeben zu wollen. Wenig spielte sich in beiden Boxen ab, sieht man mal von einer guten Reaktion des SG-Torhüters Lukas Peikert ab, der nach einer schnell ausgeführten Ecke den Ball gerade noch um den Pfosten bugsieren konnte. Die Zweikämpfe wurden intensiver, die Zuspiele ungenauer und die Partie unruhiger. Der Ruf nach dem „Schiri“, der jedes Problem lösen sollte, wurde auf beiden Seiten lauter.

SSV trifft die Latte, SG ins Tor

„Wir haben in dieser Phase zu wenig für das Spiel und den Erfolg getan“, kritisierte SSV-Trainer Keuler sein Team. Das hatte nach einer guten Stunde eine gute Chance liegen gelassen und dadurch einen Konter des Aufsteigers über die linke Angriffsseite erlaubt. Wieder war Petker der Vorbereiter und wieder war Fellmann zur Stelle (65.). Die Gäste legten einen Zahn zu und wehrten sich gegen die drohende Niederlage. Mehr als ein Schlenzer von Dominik May an die Querlatte sprang jedoch nicht heraus. Zehn Minuten vor dem Spielende kam dann das endgültige Aus aller SSV-Hoffnungen. Der Vorbereiter des Tages, Stanislav Petker, prüfte Hendrik Sterz im Gästetor mit einem Linksschuss, den Abpraller haute Andreas Nunheiser aus kurzer Distanz zum 3:1-Endstand ins Netz.

„Egal wie, heute zählt zuerst das Ergebnis. Wir ziehen alle den Hut vor unseren Jungs, die sich trotzt aller Rückschläge immer wieder reinhängen“, konnte Trainer Dasbach seine Freude nicht verbergen, auch wenn seine SG weiter im Schlamassel steckt. Heimbachs Carsten Keuler wusste nur zu gut, dass auch seine Elf noch viel Arbeit vor sich hat, um aus der grauen Zone der Liga herauszukommen: „Wir dürfen uns nicht so viele individuelle Fehler, besonders im Vorwärtsgang, erlauben.“

SG St. Katharinen/Vettelschoß – SSV Heimbach-Weis3:1 (1:1)

SG St. Katharinen: Peikert – Honnef, Esser, Lahr, Roth (65. Kramer) – Weißenfels, Hüngsberg – Christian Bär, Nunheiser (82. Tiefenau), Petker – Fellmann.

SSV Heimbach-Weis: Sterz – Reddmann, Endres, Kreis – Wilke, Strüder – Pfleger (75. Ganzer), Deutsch, Hünermann (82. Otto) – May, Eul.

Schiedsrichter: Hüseyin Öksüz (Bad Honnef). Zuschauer: 50.

Tore: 1:0 Marcel Fellmann (8.), 1:1 Steven Reddmann (35., Handelfmeter), 2:1 Marcel Fellmann (65.), 3:1 Andreas Nunheiser (80.).

Quelle: Rhein-Zeitung